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Rare Finch Conservation Group (RFCG ) Fortschritts-Bericht
Juni 2009 bis März 2010
Auf der Suche nach Shelleys Bergastrild im Lebensraum afrikanischer
Berggorillas
Im Folgenden erfolgt eine kurze Zusammenfassung der verschiedenen
Aktivitäten der RFCG in Uganda, die im Zusammenhang mit dem
aktuellen Feldprojekt stehen.
Die RFCG ist dem Hans Hoheisen Charitable Trust, der den größten
Teil der benötigten Gelder für diese wichtige Projektphase
zur Verfügung gestellt hat,zu tiefem Dank verpflichtet. Zum
gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Feldarbeit vor Ort im Bwindi-Bergregenwald
(Bwindi Impenetrable Forest Park - BINP) zunächst abgeschlossen.
Dieser tropische Regenwald befindet sich in Südwest-Uganda
und hat eine Ausdehnung von ca. 330 km2 (die Größe des
Kruger Nationalparks in Südafrika ist übrigens etwa 18.000
km2).
Der BINP ist für eine Einstufung zum UNESCO Welterbe vorgesehen
und stellt eines der artenreichsten Ökosysteme in Afrika dar.
Der Park ist nur zu Fuß begehbar und eines der letzten Rückzugsgebiete
für die bedrohten Berggorillas (Gorilla beringei beringei),
von denen 340 der letzten 600 Tiere hier leben.
Darüber hinaus bietet der Park etwa 120 Säugetierarten
und 346 Vogelarten (44 Finkenarten) Lebensraum. Er liegt zwischen
1190 und 2607 m über N.N., 60% des Parks liegen höher
als 2000 m.
Die große Artenvielfalt des Parks geht auf verschiedene Faktoren
zurück: die große Höhenvariation und die damit verbundene
Habitat-Diversität, die sich über lange Zeiträume
entwickelt hat.
Unserem Feldteam unter der Leitung von Benson Bumutura ist es zu
verdanken, dass wir es geschafft haben, in diesem schwierig begehbaren
Gebiet soviele Arten zu erfassen, wie bisher geschehen.
Wir haben versucht, ein größtmögliches Spektrum
an Ökosystemen im Park in unsere Studien einzubeziehen, und
man kann sich vorstellen, dass dies bei der Topographie des Gebietes
zu Zeiten eine riesige Herausforderung für das Team bedeutet
hat.
Das RFCG Team hatte die Genehmigung der Wildlife-Behörde Ugandas
und des ugandischen Nationalrates für Wissenschaft und Technologie,
Spiegelnetze in den verschiedenen Gebieten des Parks aufzustellen
und Beobachtungen zum Artenvorkommen, Geschlechtsverteilung, Lokalisation
und Fangzeitpunkt aufzuzeichnen. Alle Arten wurde zudem fotographiert.
Weil die Fangmethode nicht selektiv ist, wurde während unserer
Arbeiten ein sehr breites Spektrum an Arten gefangen. Die Artendiversität
wird bald in der RFCG Foto-Gallerie gezeigt werden.
Während der Arbeit im BINP-Gebiet sind wir häufig zwei
der vier Bergastrild-Arten begegnet, dem Jacksons Bergastrild (Cryptospiza
jacksoni) und dem Reichenows Bergastrild (Cryptospiza reichenovii).
Sehr sporadisch haben wir den Salvadoris Bergastrild (Cryptospiza
salvadorii) gefangen, aber bis heute keinen Shelleys Bergastrild
(Cryptospiza shelleyi).
Alle gefangenen Bergastrilde werden vom Team beringt, und biometrische
Daten werden zusammen mit der Ringnummer aufgezeichnet. Werden die
Vögel eines Tages zurückgefangen, erlaubt uns dies Aussagen
bezüglich der individuellen räumlichen Bewegungen.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind Aufzeichnungstechniken mit Radio-Telemetrie
sehr teuer und würden zudem bei den Eigenschaften des Gebietes
vermutlich nicht erfolgreich sein. Außerdem besitzen wir nicht
genügend Daten über diese Überwachungsmethodik und
können daher nicht sicher sein, ob die Telemetrie-Geräte
die Vögel nicht in einem Maße behindern, dass sie Beutegreifern
häufiger zum Opfer fallen.
Alle Anfragen des Feld-Teams zu Ausrüstung und Nachschub etc.
sowie tägliche Fragen zur Arbeitsdurchführung werden mittels
Mobiltelefonen zwischen Benson in Uganda und den RFCG-Direktoren
Eelco Meyjes (Durchführung) und Simon Espley (Strategie) in
Südafrika geklärt. Das RFCG Management Team in Südafrika
hat dadurch zu jedem Zeitpunkt Einblick in den aktuellen Stand der
Arbeiten des Feld-Teams.
Die RFCG bekommt Zugang zu allen Daten der Bergastrild-Feldarbeit
inklusive der Informations-Blätter, Fotos etc. mit freundlicher
Hilfe des Institutes für tropischen Regenwaldschutz (Institute
of Tropical Forest Conseration (ITFC), welches in Ruhija, im südöstlichen
Teil des Bwindi-Bergregenwaldes liegt.
Die RFCG bekommt mit der Post monatliche Berichte aus Uganda. Die
Daten der Feldarbeit werden von Professor Ernst Kruger gesammelt
und formatiert. Die RFCG Webseite wird von William van Rijn aktualisiert,
und alle finanziellen Angelegenheiten werden von Mark Stewart verwaltet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gruppe trotz des
schwierigen Untersuchungsgebietes und der begrenzten, zur Verfügung
stehenden Mittel mit den bereits durchgeführten Arbeiten ein
Fundament an praktischer Erfahrung gesammelt hat, welches auf anderem
Wege nicht zu erreichen gewesen ware.
Trotz intensiver Bemühungen ist es dennoch bisher nicht gelungen,
unser primäres Ziel für dieses initiale Projekt zu erreichen,
nämlich den erfolgreichen Fang von Shelleys Bergastrilden,
Fotographien der Vögel und eine Abschätzung der Populationsgröße
im Gebiet. Nach genauer Betrachtung der Situation ist die RFCG der
Meinung, dass sie im Moment im Rahmen der zur Verfügung stehenden
Mittel alles getan hat, diese Art in Bwindi zu finden. one all we
can , for the moment, within Bwindi to find this species.
Gleichzeitig existiert nun ein viel größerer Grad der
Wahrnehmung, vermutlich größer als jemals zuvor, der
Seltenheit des Shelleys Bergastrild. Dies gilt sowohl für professionellen
Vogel-Führer, die täglich mit internationalen Besuchern
in Bwindi unterwegs sind, als auch für Liebhaber von Finken
in aller Welt.
Im Februar 2010 entschied die RFCG, das Feld-Team in den Mgahinga
Gorilla Nationalpark zurückzuverlagern. Dieser Park ist im
südlichsten Teil von Uganda gelegen und geht im Westen in den
Virunga Nationalpark in der DR Kongo und im Süden in den Vulkan
Nationalpark der Republik Ruanda über.
Unser Feldforscher Benson hatte bereits vor seiner Tätigkeit
im RFCG Feldprojekt Information über eine bestätigte Sichtung
des Shelleys Bergastrild in diesem Park. Wir sind daher sehr optimistisch
für unsere kommende Arbeit in diesem Gebiet.
Das Auffinden des Shelleys Bergastrild bleibt unser primäres
Ziel, aber wir wollen auch nicht aus den Augen verlieren, dass die
RFCG 2005 gegründet wurde, um sich für alle seltenen und
bedrohten Finkenarten einzusetzen. Natürlich werden wir unsere
Aktivitäten auch in Richtung dieses Zieles ausrichten.
Die Rare Finch Conservation Group ist eine eingetragene, allgemeinnützige
Organisation. Wenn Sie sich mit Spenden an der Arbeit beteiligen
möchten, so können Sie dies unter folgender Bankverbindung
tun: The Rare Finch Conservation Group . Nedbank. Kontonummer 1933
198885, SWIFT NEDSZAJj Sandown Zweigstelle 193 305 . Südafrika.
Alle Spender werden auf der Webseite der RFCG und in der Zeitschrift
"Africa Birds & Birding" (offizieller Mediensponsor
des Projektes) genannt.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Eelco Meyjes
editor@avitalk.co.za oder Simon Espley simon@africageographic.co.za
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